Wie finde ich einen Lehrer für Gitarre, Bass, Gesang oder Schlagzeug, der zu mir passt?

Musikschulen, Online- Kurse, privater MusikUnterricht - Was passt zu mir?

An wen soll ich mich wenden, wenn ich ein Instrument lernen möchte?

Den richtigen oder passenden Lehrer für Gitarre, Gesang, Bass, Schlagzeug oder Klavier zu finden, das ist gar nicht so einfach.

In diesem Blog gebe ich dir konkrete Tipps, die dir bei der Suche nach einem passenden Lehrer helfen werden.

Private Musikschule, staatliche Musikschule oder privater Musikunterricht?

Um diese Frage anzugehen skizziere ich unterschiedliche Ausgangssituationen.

Guck mal, wo du dich am ehesten wiederfindest.

Welcher "Typ" bist Du?

Beispiel 1- Eltern:

Du hast ein Kind im Alter von 6 bis 15 Jahren und suchst nach einem "Musiklehrer"?

Wenn ja, dann beantworte dir bitte diese Fragen: 

Von wem geht die Initiative aus?

Möchtest du, dass dein Kind ein Instrument lernt?

Oder hat dein Kind den Wunsch geäußert ein Instrument zu lernen?

 

Letzeres ist der Idealfall.

Ersteres Thema für einen eigenen Blog.

 

 

Hinterfrage bitte genau welches Instrument dein Kind lernen möchte und aus welchem Grund.

 

Wenn dein Kind gerne Ed Sheeran hört und Gitarre lernen möchte, dann hast du bereits eine Vielzahl an wertvollen Hinweisen, um einen passenden Lehrer zu finden.

Und auch wenn du die Musik deines Kindes nicht kennst und vielleicht auch nicht magst, höre genau hin wofür dein Kind brennt.

 

Worst Case ist, dass Eltern ihre eigenen, vielleicht versäumten Wünsche auf das Kind projizieren.

Aber so bist du nicht!

Oder?

 

Nimm die Hinweise, die dir dein Kind gibt ernst.

Du kennst die Konsequenz vermutlich schon von vorherigen Hobbys.

Das Instrument liegt nach ganz kurzer Zeit in der Ecke.

 

Meine Tipps für die Suche nach dem passenden Lehrer findest Du weiter unten im Text.

 

Beispiel 2 - Schüler, Student, Azubi: Du bist 16 bis 20 Jahre alt oder älter und verdienst noch kein eigenes oder nur wenig Geld.

In diesem Alter sind viele in der Ausbildung oder im Studium und haben oft nicht die nötigen finanziellen Mittel, um sich ein Instrument oder Unterricht leisten zu können.

Häufig unterstützen die Eltern noch finanziell, sodass der Wunsch ein Instrument zu lernen nicht realisiert wird, weil ansonsten an anderer Stelle etwas eingespart werden würde, was man auch nicht möchte.

 

Beispiel 3 - Adults only: Du bist erwachsen, aber deine beruflichen und familiären Verpflichtungen lassen dir wenig Zeit, um dem Wunsch ein Instrument zu lernen nachzukommen.

 

Beispiel 4 - Geld ist knapp: Du bist erwachsen, aber deine finanzielle Situation ist nicht gerade rosig.

 

Es gibt sicher noch wesentlich mehr Umstände, die ich hier hätte skizzieren können.

Aber ich denke, dass Zeit, finanzielle Mittel und aneinander vorbeireden ursächlich dafür sind, dass man entweder erst gar nicht anfängt ein Instrument zu lernen oder es schnell wieder aufgibt.

Wie finde ich den passenden Musiklehrer?

Als erstes höre in dich rein.

Was willst du?

Wenn du eine Mama oder ein Papa bist, dann höre deinem Kind genau zu.

 

Möchtest du am Lagerfeuer ein paar Lieder auf der Gitarre spielen können?

Siehst du dich in einem Orchester nach Noten spielen?

Willst du eine Bühne rocken?

Oder für dich allein zur Entspannung etwas klimpern, wann immer du Lust und Zeit dazu hast?

 

Ich nehme noch einmal das "Ed Sheeran- Beispiel": Wenn es das ist, was du gerne selbst machen möchtest, dann suche doch in deiner Umgebung nach einem Musiker, der mit seiner Gitarre auftritt und dazu singt.

Frage ihn, ob er auch Unterricht gibt.

Wenn nicht, dann frage ihn nach jemanden, den er für geeignet hält das zu vermitteln,

was er gerade gemacht hat.

 

Möchtest Du ernsthaft Klavier lernen, beispielsweise Klassik oder Jazz, dann wende dich auch in deiner Umgebung an Musiker, die das auf hohem Niveau spielen.

Ich kenne keinen Musiker, der da nicht gern helfen würde.

 

Ganz egal welches Instrument du lernen oder spielen möchtest,

such nach einem Lehrer, der dir das vermittelt wofür du brennst.

Diesen Lehrer kannst du privat oder an einer staatlichen Musikschule finden.

 

Formuliere deine Wünsche ganz klar.

Denn du bist Kunde einer Dienstleistung!

 

Zum Beispiel so: "Ich möchte Pop und Soul singen, aber keine Musical- Songs lernen!".

Wenn dich deine Gesangslehrerin trotzdem jede Woche Melodien aus "Cats" trällern lässt, dann lernst du sicherlich Gesangs- und Atemtechnik, aber machst nicht die Musik, die du eigentlich machen wolltest.

 

In einer Fahrschule wirst du natürlich in Theorie Praxis geschult, erst dann kannst Du die Prüfung ablegen, um den Führerschein zu bekommen.

Beim Lernen eines Instrumentes ist das so nicht notwendig!

Wenn es dein Ziel ist Punk- oder Heavy Metal- Schlagzeug zu spielen, dann leg damit los!

Bist du Metallica- Fan, dann fühlst du dich bei einem Gitarren- Lehrer, der von der Klassik oder dem Jazz kommt möglicherweise nicht so gut aufgehoben und verstanden.

 

Verliere nie deinen eigentlichen Wunsch aus den Augen! 

Die Checkliste für einen Musikunterricht, der wirklich zu dir passt:

So kann es individueller und besser laufen:

  • Recherchier wer in deiner Umgebung das live macht, was dir persönlich gefällt. Spreche diesen Musiker an. Vielleicht gibt er selbst Unterricht oder empfiehlt einen Kollegen. Das gilt für alle Genres und alle Instrumente. Und das wäre immer mein favorisierter Tipp!
  • Vereinbare Probestunden. Und mache dir ein Bild: Ist der Musiklehrer motiviert? Stimmt die Chemie? Wird der Inhalt geboten den du möchtest?
  • Gucke dir deinen Lehrer live auf der Bühne an, checke seine Homepage und seine YouTube- Clips. Siehst du da Inhalte, die dich begeistern? Bevor hier Empörung ausbricht erkläre ich kurz wie ich das meine, Siehst du live jemanden, der sitzend Etüden vorträgt, du aber leidenschaftlicher Rock 'n' Roller bist, dann seid ihr vermutlich nicht wirklich auf einer Wellenlänge. Das geht wesentlich besser, wenn du einen Lehrer findest, der auch für den Rock 'n' Roll brennt.
  • Einige Musiklehrer und Musikschulen geben Unterrichtseinheiten von 30 Minuten. Reicht dir das aus, um etwas zu lernen?
  • Wird das Unterrichtsangebot deinem vielleicht eng getaktetem Alltag gerecht? Guck, dass das Unterrichtsangebot zeitlich und terminlich zu deinem Leben passt. Wöchentlich an einem bestimmten Tag, zu einer bestimmten Uhrzeit, das kann für dich vielleicht nicht passen und artet in Stress und Frust aus. Es gibt Lehrer und Schulen, die bieten Zehnerkarten an oder vereinbaren individuelle Termine. Für Menschen mit Terminnot gibt es inzwischen auch gute "Online- Kurse", die aber nie eine echte Unterrichtseinheit ersetzen können.
  • Wenn es finanziell schwierig ist Unterricht zu bezahlen: Für Kinder und Jugendliche kann man oft bei Städten und Kommunen Gutscheine, Zuschüsse beantragen. Hier würde ich einfach mal bei der Stadt, Gemeinde anrufen und mich durchfragen, ob und welche Angebote es gibt. Zudem gibt es häufig in Jugendtreffs kostenfreie Angebote, die man nutzen kann. Mancher Jugendtreff hat ein komplett eingerichteten Übungsraum, mit Schlagzeug und Gitarren-, Bass- Anlage. Für Erwachsene kenne ich solche Angebote leider nicht. Hier wäre es aber eine Möglichkeit, wie unter Punkt 1 zu fragen, ob ein Musiker gewillt ist unregelmäßig, auf Zuruf Unterricht zu geben.

Ich habe alle diese Variablen selbst erlebt.

Ich wollte Bass lernen, es gab aber "nur" Gitarre.

Ich wollte coolen "Funk- Unterricht" haben, bin aber bei einem sehr konventionellen Lehrer gelandet, was mir aber auch nicht geschadet hat.

Ich habe nie Scheu gehabt meine persönlichen Helden, selbst wenn sie quasi "Stars" waren, anzusprechen und zu fragen, ob sie mich unterrichten können.

In diesem Zuge bin ich bis nach London gezogen, um Unterricht zu nehmen.

Als Zivildienstleistender hatte ich wenig Geld.

Heute gebe ich Menschen Unterricht, die häufig Terminnot im Alltag haben,

weil einfach zu viel los ist jeden Tag.

 

Viele Grüße und leg los! ;-)

Detlev Gebers

 

P.S. 

Möchtest du dir deinen ersten E- Bass kaufen, dann kann ich dir diesen BLOG von mir empfehlen! 

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Detlev Gebers

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